15.06.2022

Analytik von Affenpocken


In den letzten Wochen wurden in verschiedenen Ländern ausserhalb Afrikas Fälle von Affenpocken registriert, unter anderem auch in der Schweiz. Das BAG geht davon aus, dass in der Schweiz weitere Fälle auftreten werden

Die Analyse auf Affenpocken wird derzeit ausschliesslich durch das «Nationale Referenzzentrum für neu auftretende Virusinfektionen (CRIVE)» in Genf durchgeführt. Die Analyse von Affenpocken erfolgt dort mittels PCR.

  • – Auf Wunsch übernimmt die Dr. Risch-Gruppe den Probenversand an das CRIVE.
  • – Für die Analyse einen Abstrich von Bläschen/Pusteln oder eine Biopsie von Hauteffloreszenzen (Exsudat, Pustelinhalt, Krusten etc.) entnehmen und in «OptiSwab Transportmedium» einsenden.
  • – Empfehlenswert ist die Einsendung von zwei Abstrichen in zwei getrennten «OptiSwab-Transportmedien», sodass bei negativem Ergebnis der Affenpocken-PCR und Nachverordnung weitere, alternative Erreger (z.B. Varizella-Zoster-Virus) gesucht werden können.
  • – Die PCR aus EDTA-Blut kann ebenfalls durchgeführt werden, ist den Abstrichen/Biopsien jedoch dadurch benachteiligt, dass die Virämie nur von kurzer Dauer ist.
  • – Im Fall eines positiven Befundes erfolgt eine Meldung an das BAG.

 

Über Affenpocken

Affenpocken verursachen in West- und Zentralafrika gelegentlich kleinere Ausbrüche. Seit Anfang Mai 2022 wurde erstmals eine aussergewöhnliche Häufung von Affenpocken mit einigen Hundert Fällen in mehreren Ländern in Europa, Nordamerika und Australien festgestellt. Weitere Fälle traten in Südamerika, Israel und den Vereinigten Arabischen Staaten auf, Verdachtsfälle in Nordafrika. Die Übertragung fand dabei von Mensch zu Mensch statt und nur sehr wenige der Betroffenen hatten sich zuvor in einem bisherigen Risikogebiet (West- und Zentralafrika) aufgehalten. In der Schweiz traten seit dem 21. Mai 2022 mehrere Fälle auf. Das BAG geht derzeit nicht von einer Gefahr für die breite Bevölkerung aus.

Quelle und weitere Informationen: BAG


Ansprechperson

Dr. pharm.

Susanna Bigler

Klinische Chemie

FAMH Klinische Chemie und Medizinische Mikrobiologie

T +41 58 523 34 47

Dr. scient. med.

Nadia Wohlwend

Medizinische Mikrobiologie

FAMH Medizinische Mikrobiologie, Klinische Chemie (NF), Hämatologie (NF)

T +41 58 523 31 57